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Auf Postenjagd in der "Ewigen Stadt"

Die bayerischen Orientierungsläufer vor dem Kolosseum

Die bayerischen Orientierungsläufer vor dem Kolosseum

Stadt-Orientierungslauf-Meeting von Rom

Nachdem in diesem Jahr das Stadt-OL-Meeting von Venedig nicht stattfinden kann, haben sich die italienischen Orientierungsläufer etwas Besonderes einfallen lassen: beim Rome Orienteering Meeting warteten drei OL-Etappen in der italienischen Hauptstadt auf die OL-Fans. Das Highlight bildete dabei der abschließende Lauf durch das historische Stadtzentrum rund um das Kolosseum. Unter den rund 1000 Teilnehmern befanden sich auch 12 bayerische Starter. Bei bestem Wetter - rund 20 Grad mit viel Sonnenschein - präsentierten die Organisatoren den Teilnehmern an allen drei Tagen eine hervorragend organisierte Veranstaltung.

Den Auftakt bildete ein Nacht-Orientierungslauf durch das schnell belaufbare Parkgelände der "Villa Borghese". Unweit der berühmten Spanischen Treppe gingen die Teilnehmer im Massenstartverfahren ins Gelände. Trotz der verwendeten Schmetterlinge war diese Etappe sehr laufbetont. Zahlreiche antike Denkmäler sorgten jedoch für ein besonderes Flair und machten so auch diesen Lauf zu einem Erlebnis.

Einen Kontrast dazu gab es am zweiten Tag, als es ins dschungelartige Parkgelände der "Villa Ada" nördlich des Stadtzentrums ging. Eine überaus "grüne" Karte, auf der die dichte Vegetation ein Querlaufen über weite Strecken unmöglich machte, und ein verwinkeltes, teils schwer erkennbares Pfadnetz forderten das Orientierungsvermögen der Teilnehmer.

Getreu dem Motto "das Beste zum Schluss" erwartete die Teilnehmer auf der abschließenden dritten Etappe ein Stadt-OL im Herzen von Rom. Nach dem Start beim Domus Aurea ging es zunächst durch die Gassen hinauf zur Kirche Santa Maria Maggiore und wieder hinunter zum Trajansforum, bevor auf dem Hügel des Kapitols hinter dem mächtigen "Monumento Vittorio Emanuele II" knifflige Routenwahlen warteten. Gegen Ende führten die Bahnen schließlich vorbei am Forum Romanum in Richtung Kolosseum. Eine Umrundung des wohl bekanntesten römischen Wahrzeichens mitten durch die Touristenmassen kurz vor dem Ziel sorgte für den würdigen und krönenden Abschluss dieses Stadt-OLs der besonderen Art.

Die besten bayerischen Gesamtplatzierungen beim ROMe 2013 schafften Dirk Hartmann (SV Mietraching) als 7. in H 50 und Bettina Deixler-Thier (TSV Grünwald) als 10. in D 35. In der Damenelite siegte die Britin Helen Gardner vor ihrer Landsfrau Sarah Rollins und der Italienerin Christine Kirchlechner. In der stark besetzten Herrenklasse war der WM-Dritte Jonas Leandersson aus Schweden nicht zu schlagen und siegte vor Jonas Vytautas Gvildys aus Litauen und Alessio Tenani aus Italien. Ralph Körner (OLV Landshut) schlug sich im 90-köpfigen Elitefeld tapfer und kam auf einen guten 19. Gesamtplatz.

Text: Ralph Körner
Bild: Norbert Deixler

Links:

Homepage der Veranstaltung: romeorimeeting.net