Jugend- und Juniorenländervergleichskampf
10./11.09.2011 in Leinzell (Schwaben)




Bayerns Jugend mit Podium zufrieden


Das bayerische Team beim JJLVK 2011
Das bayerische Team beim JJLVK 2011 in Leinzell

Ein Bericht von Fabian Scheler

Einen sehr spannenden Jugend- und Juniorenländervergleichskampf (JJLVK) erlebten die 330 Nachwuchsläufer in Leinzell (Baden-Württemberg). Unter ihnen auch das Team des bayerischen Turnverbandes, der mit 45 Läufern und neun Betreuern die größte Teilnehmerzahl unter den elf anwesenden Turnverbänden stellte.

Da die Bayern dieses Jahr zum ersten Mal als Titelverteidiger zu einem JJLVK reisten, war die Zielsetzung des neuen Kadertrainers Uwe Weid klar: "Wir wollen auf alle Fälle unter den ersten Drei landen. Wenn es normal läuft, sollten wir sogar Rang zwei schaffen." Dass es sehr schwer wird, den ehemaligen Seriensieger aus Sachsen nach dem Riesenerfolg im heimischen Gelände von Deggendorf anno 2010 wiederholt zu schlagen, war vielen klar.

Trotz dieser Favoritenstellung mangelte es bei der weiß-blauen Abordnung nicht an Motivation. Vielleicht katapultierten sich die Sachsen mit Fehlstempeln ja doch noch selber aus der Favoritenstellung?

Der Einzellauf vom Samstag wird vielen als äußerst fordernd und vor allem wegen der spätsommerlichen Hitze als kräftezehrend in Erinnerung bleiben. So beschwerten sich die Funktionäre des Niedersächsischen Turnverbands dann auch in der Teamleitersitzung, "dass die Strecken doch gar so lang und schwer waren."

Kein Problem für die Bayern, die mit einem Tagessieg der favorisierten WM-Teilnehmerin Anna Biller (SV Mietraching) in der D20 und dem dritten Platz durch Josephine Greiner (TSV Grünwald) gleich Mal 24 Punkte für die Gesamtwertung einfuhren.

Die meisten Punkte gab es wegen dem großen Starterfeld in der H14 zu holen. Auch hier hatte der BTV mehrere "heiße Eisen" im Feuer, die den in sie gesetzten Erwartungen auch voll gerecht wurden. Lukas Janischowsky (OLG Regensburg) und Korbinian Lange (SV Mietraching) mussten nur einem badischen Starter den Vortritt lassen und kassierten zusammen 39 Punkte, den Höchstwert in einer Kategorie des gesamten Wochenendes.

Bei der Siegerehrung am Abend, bei der die Delegation aus dem Freistaat traditionell in Lederhose und Dirndl auftrat, war nach Addition aller erreichten Punkte aus dem Einzellauf schnell klar, dass der zweite Platz vorerst gesichert war. Ganz vorne hatten die Sachsen schon einen großen Vorsprung herausgelaufen, doch nur fünf Punkte hinter dem BTV rangierten die Niedersachsen in Lauerstellung.

Wie immer musste beim einzigen für den Nachwuchs konzipierten Saisonhöhepunkt die Staffel am Sonntag entscheiden. Kadertrainer Uwe Weid schärfte noch einmal die Sinne für diese spezielle Wettkampfform, bei der mit viel Gegnerkontakt und verschiedenen Versatzposten die Spannung vorprogrammiert war. Für uns Bayern galt, es den zweiten Platz mit soliden und kontrollierten Läufen zu sichern.

Abermals sicher und dennoch nur hauchdünn siegte die Staffel der H14-Youngsters. "Wir können mit dem Sieg unsrer Jungs wirklich sehr zufrieden sein", äußerste sich der mitgereiste Landesfachwart und BTV-Vize Alfons Ebneth sichtlich zufrieden. Lediglich zehn Sekunden Vorsprung auf Thüringen rettete Schlussläufer Lukas Janischowsky ins Ziel.

Viel deutlicher hätte der Sieg der haushoch favorisierten Juniorinnen ausfallen sollen. Doch gleich der erfahrenen Startläuferin Josephine Greiner (TSV Grünwald) passierte das, was jeder Landesverband in der Staffel vermeiden will: ein falsch quittierter Posten. Damit waren sichere 15 Punkte für die Gesamtwertung dahin, doch nun war der Kampfgeist des restlichen Teams geweckt. Ein weiterer Podiumsplatz in der D14 bewies, dass sich um den Nachwuchs im Freistaat keine Sorgen gemacht werden muss.

Bei der abschließenden Siegerehrung wurde mit Spannung auf das Gesamtergebnis gewartet. Als der bayerische Name schon bei Rang drei fiel, war der blau-weiße Jubel dennoch groß. So war auch der "Landesvater" des bayerischen Orientierungslauf in seiner Abschlussrede an die jungen Sportler äußerst glücklich: "Das was ich, und vor allem ihr euch erwartet habt, ist gelungen und wir können mit dem dritten Platz in allen Kategorien ausgesprochen zufrieden sein. Ich jedenfalls bin sehr stolz auf unser Team. Natürlich wäre der zweite Platz - schöner noch die Ehrung unserer Damenmannschaft mit ihrem grandiosen Sieg - gewesen. Aber so ist halt das ureigenste Wesen des Orientierungslaufs", lobte Ebneth den nun schon sechsten JJLVK-Podiumsplatz in Folge.




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