Bayern festigt Rang 2 in der Gesamtwertung und steht erstmals
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Ein Bericht von Klemens Janischowsky Mit hohen Ansprüchen setzte sich Ende April ein knapp 50köpfiges Aufgebot aus ganz Bayern in Bewegung, um sich dem all-jährlichen Jugend- und Juniorenländer-vergleichskampf zu stellen. Im letzten Jahr war es immerhin gelungen, erstmals eine der drei Wertungen zu gewinnen und der Herbert Schmidt Pokal für den ersten Platz der Jugendwertung ging für ein Jahr nach Bayern. Die Junioren rangierten auf Platz 4 und in der Gesamtwertung wurde erstmals ein zweiter Platz erreicht. Diese schönen Erfolge wollten wir versuchen zu verteidigen. Die ganz großen Optimisten schielten auch noch ein bisschen weiter noch oben. Ort des Geschehens war Flöha in Sachsen, wo mit dem ortsansässigen Gymnasium und dem danebenliegenden Sportzentrum ein sehr schönes Wettkampfzentrum vorhanden war. Einigen waren die Örtlichkeiten nebst dem Gelände von der deutschen Staffel-meisterschaft im Vorjahr bereits bekannt, so dass wir immerhin schon mal ein bisschen Ahnung davon hatten, was auf uns zukam. Die ersten Hindernisse blieben trotzdem nicht aus. Die Vorhut traf immerhin schon mal rechtzeitig genug ein, um sich alle dicken Matten der Turnhalle unter den Nagel zu reißen. Während nach und nach der Rest der Mannschaft eintrudelte und sich ein Teil unter Claudias Regie sogar zu einem abendlichen gemütlichen Trainingsläufchen aufraffen konnte, glänzte ausgerechnet der Chef der Mission samt Mietrachinger Anhang durch Abwesenheit. Ungeschickte Routen-wahl? Startzeit verschlafen? Mangelnde Kondition (Auto kaputt)? Unterzucker (Benzin alle)?? Fragen über Fragen, letztlich zeichnete sich nur ein klitzekleiner Stau durch einen blockierten Tunnel in Regensburg dafür verantwortlich und Roland schaffte es noch pünktlich fünf Minuten vor Beginn der Teamleitersitzung um zehn Uhr abends einzutreffen. Die Frühaufsteher am nächsten Morgen konnten sich noch sehr gemütlich Richtung Frühstück begeben, die etwas mit Verzug aus den Schlafsäcken gekommenen bezahlten mit etlichen Anstehminuten, die Kapazität der Schulmensa war doch ein wenig zu klein. Für die folgenden Essen wurden den einzelnen Landesverbänden daher Essenszeiten vorgegeben, was die ganze Verpflegungsaufnahme deutlich entspannte. Nach Lösung des Kalorienproblems und einer letzten Einsatzbesprechung begab man sich bei allerbestem OL-Wetter mit Sonnen-schein in Richtung Wettkampfzentrum, immerhin stolze 200m entfernt. Ein ganzes Arsenal an weiß-blauen Utensilien von den obligatorischen Fahne bis hin zu irgend-welchen undefinierbaren Faschingsresten half dabei sich eindeutig identifizieren zu können. Manch einer übertrieb es ein bisschen mit dem Bayernoutfit und wäre vermutlich auch noch mit Kuhglocke im Wald verschwunden. |
Bei knapp 300 Teilnehmern in den scharfen Wertungskategorien dauerte es dann doch fast drei Stunden, bis alle in den Wald entlassen waren und von den Zurück-gebliebenen bzw. schon wieder Ein-getroffenen im Ziel erwartet wurden. Da wir unmittelbar am Schlussposten postiert waren, konnten wir dem Zielsprint auch den entsprechenden akustischen Nachdruck verleihen. Die ein oder andere Sekunde wurde damit vielleicht noch gerettet, die verlorenen Minuten im Wald waren natürlich passé. Speziell in den unteren Klassen D/H14 blieben davon doch einige liegen. Meine Damen und Herren, nächstes Jahr bitte ein bisschen mehr Kondition und Konzentration mitbringen, wir haben immerhin Heimspiel! In H14 brachten alle offiziellen bajuwarischen Vertreter immerhin das Kunststück zuwege, Wolfram als 8. der Gesamtwertung den Vortritt zu lassen. Damit waren leider schon mal einige Punkte weg. Die Erfahrung des Alters zwischen D/H16 und 20 machte sich dann aber doch positiv auf der Habenseite bemerkbar. In allen Klassen konnten sich mindestens zwei Vertreter unter die Top15 platzieren, etliche Podiumsplätze inklusive. Herausragend dabei sicher das Ergebnis in D18: Plätze 1, 2 und 7 an Josi, Anna und Nina. Bei der abendlichen Siegerehrung in der Aula des Gymnasiums galt es - nach den eigentlichen läuferischen Wertungen - sich auch in der inoffiziellen Gesangsrangliste möglichst weit vorne zu platzieren. Ins-besondere die westfälische Abordnung sorgt hier für etwas Konkurrenz, nichtsdestotrotz bleibt es hier bei einem klaren Punktsieg für Bayern. Nach der mit Spannung erwarteten Bekanntgabe der Sieger gab es in der Gesamtwertung für Bayern einen schönen zweiten Platz mit 196 Punkten, allerdings schon mit Abstand zu den mit 231 Punkten führenden Sachsen. Nach hinten war jedoch auch Luft, Niedersachsen hatte mit 171 Punkten bereits einigen Rückstand. Spannung für Sonntag versprach die Juniorenwertung: Sachsen und Thüringen mit 52 Punkten gleichauf, dicht gefolgt von Bayern mit 48, Niedersachsen mit 36 auch wieder etwas zurück. Aber Staffeln haben ja manchmal ihre eigenen Gesetze... Am Sonntag also Massenstart der Staffeln. Mords Tamtam und große Spannung, wer kommt als Erster aus dem Wald zurück? Siehe da, unsere H14 Herren gleich sehr ansprechend doppelt in der Fünfer-spitzengruppe vertreten, das kann ja noch was werden. Leider konnten die zweiten und dritten Läufer das nicht so ganz halten, die Plätze 5 (Daniel/Wolfram/Fabian) und 7 (Tobi/Korbinian/Markus) standen am Ende zu Buche. Auch die Damen D14 sortierten sich mit den Plätzen 10 (Hannah/Andrea/Helena) und 12 (Silvia/Laura/Birgit) leider etwas am hinteren Teil des Klassements ein. |
Dafür orientierte sich der Rest der Mannschaft eher an den Ergebnissen des Vortags und so stand in allen älteren Kategorien ein bayerischer Vertreter auf dem Treppchen. Als nächste im Ziel und ganz stark unterwegs die H16 (Robin/Marco/Valtzu) mit 5 min Vorsprung auf Niedersachsen souverän Erster. H18 wollte da nicht nachstehen, konnten auf der Schlussrunde die schwäbischen Nachbarn noch abfangen und kamen auf den zweiten Platz (Lukas/Doffer/Fabian). D18 musste sich kurz vor dem Ziel noch von Thüringen überholen lassen, aber ein guter dritter Platz war trotzdem drin (Josi/Anna/Annkathrin), die zweite D18 Staffel leistete sich leider einen Fehlstempel (Julia/Stephie/Daniela). Spitzenresultat dafür bei D20: Auf der Schlussrunde noch Sachsen überholt und damit ganz oben auf dem Treppchen (Nina/Johanna S/Maria). Auch die zweite D20 Staffel respektabel auf dem 6. Platz ins Ziel gekommen (Britta/Johanna G/Susi). Drama-tik pur dann bei der letzten Entscheidung in H20: Letzter Wechsel an zweiter Stelle hinter Thüringen vor Sachsen, das würde reichen um hauchdünn die Juniorenwertung zu gewinnen. Sebastian konnte den Vorsprung leider nicht bis ins Ziel retten, also nix mit Gewinnen. Dann die Ergebnisliste: Fehl-stempel bei den Sachsen, immerhin in Person von Christoph Brandt, seines Zeichens B-Kader Mitglied. Damit ist Sachsen erstmal raus aus der Wertung, also doch bayerischer Sieg? Große Diskussionen mit allen Beteiligten, Abgleich der Karten, der SI-Chips und was weiß ich nicht noch alles. Ergebnis: Eigentlich nicht korrekte Ver-buchung eines Postens auf dem Chip von Christoph, ABER: Christoph und Sebastian waren zur selben Zeit am gleichen Posten und Sebastian bestätigte als fairer Sportsmann, dass Christoph korrekt den Posten angelaufen hat. Zitat: "Wenn er da war, war er da." Respekt, das hätte nicht jeder so gemacht. Somit also Sachsen Zweite vor den Bayern (Sebastian L/Jan/Sebastian C), das zweite bayrische Trio kam immerhin noch auf Platz 5 (Josef/Chris/Florian). In der Endabrechnung der Junioren gab es damit den erwarteten Kopf an Kopf Zieleinlauf: Sachsen mit 97 Punkten knapp vor Thüringen (94) und Bayern (93). In der Jugendwertung konnte der zweite Platz gerade noch gehalten werden: Sachsen (284) vor Bayern (238) und Niedersachsen (237). Alles zusammengenommen gibt das wie im Vorjahr den zweiten Platz hinter Sachsen, aber mit deutlichem Vorsprung auf Thüringen. Auf ein Neues in 2010, diesmal haben wir Heimspiel! Bleibt als Schlussfrage noch: Wo war Westfalen? Bei den Junioren immerhin noch auf Platz 4, alldieweil die Jugend nur Platz 6 ergattern konnte, was auch zum 6. Platz der Gesamtwertung "reichte". |