Bayern gewinnt sensationell die Jugendwertung!
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OL-Nachwuchs schafft
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Bei der abschließenden Verkündung der Länderwertung bestätigte sich, dass Bayern gut im Rennen lag. Gesamtplatz 3 stand nach dem Einzellauf zu Buche. Aber nicht wie erwartet die Thüringer, sondern das hessische Team lag hinter den deutlich führenden Sachsen auf dem zweiten Platz. Zwölf Punkte trennten die Bayern von ihrem Ziel und auch in der Jugendwertung der Kategorien bis 18 Jahre war der Rückstand des dort zweitplatzierten Bayernteams auf Sachsen mit 14 Punkten noch überschaubar. In beiden Wertungen saß jedoch das Team aus Westfalen den Bayern dicht im Nacken. Schwierig gestaltete sich für die Betreuer die Aufstellung der Staffeln. In einigen Kategorien hatten sich viele Läufer mit guten Leistungen empfohlen, in anderen Klassen waren nur wenige Läufer konstant gelaufen. Via Telefon wurde die Aufstellung noch mit Trainer Roland Vogl abgestimmt, dann wurde die namentliche Meldung für die Rekordzahl von 15 bayerischen Staffeln abgegeben. Am nächsten Morgen stand zunächst der Betreuerlauf auf dem Programm, wo Ralph Körner und Thomas Scheler (TV Coburg-Neuses) auf den Rängen 3 und 6 ins Vorderfeld laufen konnten. In den folgenden Stunden stellte sich dann heraus, dass der Trainerstab in nahezu allen Fällen eine glückliche Hand bei der Staffelaufstellung bewiesen hatte. Bei den Schülern H 14 wagte man Unkonventionelles und setzte den erst zehnjährigen Tobias Spangenberg (OLG Regensburg) an zweiter Position laufend in die erste Staffel. Er übernahm das Rennen von seinem stark laufenden Vereinskameraden Tobias Kuhn und übergab nach einem tollen Lauf noch aussichtsreich liegend an Valtteri Kolehmainen. Der stellte seine derzeit tolle Form unter Beweis und brachte die Staffel auf dem zweiten Platz ins Ziel. Diesen Spitzenrang holte auch die ausgeglichen gut laufende D14-Staffel in der Besetzung Cornelia Sammet, Stephanie Fischer (beide OLG Regensburg) und Annkathrin Greiner. Bei der weiblichen Jugend D 15-18 hatte man im bayerischen Lager schon im Vorfeld auf einen Sieg gehofft. Dass Josephine Greiner, Anna Biller und Maria Lange diesen zur Freude aller Bayern am Ende auch wirklich nach Hause liefen, war zum einen angesichts des speziellen Charakters eines Staffelwettkampfes bei weitem nicht selbstverständlich und zum anderen am Ende sogar noch ungewollt spannend, als Schlussläuferin Maria Lange beinahe den letzten Posten zu quittieren vergaß und erst durch beherzte Rufe ihrer Staffelkameradinnen darauf aufmerksam wurde. Unerwartet erfolgreich war hingegen die H17-18-Staffel mit Josef Fenzl (OLG Regensburg), Christopher Clemens (TV Coburg-Neuses) und Florian Kerschl (SV Mietraching), die sich nach einem tollen und spannenden Rennen am Ende fast schon sensationell den zweiten Platz mit nur knappem Rückstand auf den Sieg sichern konnte. |
Das Team profitierte damit auch von einem folgenschweren Fehlstempel der eigentlich souverän führenden sächsischen Staffel, der diese aus dem Rennen warf und Sachsen unerwartet wertvolle Punkte im Kampf um den Jugendpokal kostete. Da die nicht optimal besetzte bayerische H16-Staffel mit Rang 6 das erhoffte stabile Ergebnis einfuhr, war klar, dass es äußerst knapp nicht nur mit Sachsen, sondern auch mit Westfalen werden würde, die allein drei Staffelkategorien gewinnen konnten. Für die Gesamtwertung brauchte das bayerische Team aber auf jeden Fall noch gute Ergebnisse bei den Junioren. Hier war man nicht so stark besetzt wie bei der Jugend, so dass hier Hoffen angesagt war. In der D19-20 lief es trotz kämpferischer Leistung der Bayern nicht optimal: Das Ergebnis lautete Rang 7 mit nur knappem Rückstand auf die davor liegenden Plätze. Besser machte es das H19-20-Trio mit Sebastian Cionoiu, Benjamin Forkel (beide TV Coburg-Neuses) und Simon Aigner (SV Mietraching). Nach missglücktem Beginn starteten sie eine starke Aufholjagd, die auf Rang 4 ihr Ende fand und damit weitere wertvolle Punkte für das bayerische Team brachte. Besonders spannend war schließlich die Rangverkündigung der Länderwertungen. Bei den Junioren rangierte Bayern mit 59 Punkten auf Rang vier und damit so gut wie schon lange nicht mehr. Überlegener Sieger mit 107 Punkten war hier einmal mehr das Team aus Sachsen. Dann aber folgte die Jugendwertung: Platz drei ging mit 274 Punkten an Sachsen, damit war der Seriensieger seit 1991 erstmals entthront. Wer aber würde den Pokal gewinnen? Ein Punkt sei der Abstand, verlas der Wettkampfleiter, und Rang zwei ginge mit 277 Punkten an … Westfalen. In diesem Moment brachen beim bayerischen Team Jubelstürme los: Bayern hatte mit 278 Punkten den Herbert-Schmidt-Pokal gewonnen und damit seinen größten Erfolg beim JLVK eingefahren! Athleten und Betreuer lagen sich vor Freude in den Armen, als der kleine Tobias Spangenberg auf den Schultern von Landesjugendfachwart Sebastian Cionoiu die schwere Trophäe in Empfang nahm. Noch aber stand die Gesamtwertung aus. Was findige Kopfrechner nach den Wertungen bei Junioren und Jugend schon überschlagen hatten, wurde mit Verlesen der Wertung nun offiziell: Bayern schaffte sein Ziel und holte mit 337 Punkten hinter den mit 381 Punkten deutlich siegenden Sachsen den zweiten Gesamtplatz! Auf den weiteren Rängen folgten die härtesten Widersacher Westfalen mit 327 Punkten und Hessen mit 325 Punkten. Bestens gelaunt machte sich das bayerische Team auf den Heimweg, um schon von weiteren Zielen für die nächsten Jahre zu sprechen: Platz 1 in der Gesamtwertung wird angepeilt - die Richtung dorthin stimmt jedenfalls... |
Die Bayern sind Pokalsieger! Abschließendes Gruppenbild mit dem gewonnenen Herbert-Schmidt-Pokal der Jugendwertung.